Katja Herrmann Autorin
Katja HerrmannAutorin

Schlaflos

 

Auf leisen Sohlen schleicht die Nacht umher,

ich liege wach und höre ihr `Tapptapp`.

Mir ist, als hielte sie vom Schlaf mich ab,

als machte dies mein Denken schwer.

 

Mein Denken, das von dir nicht lassen mag,

in welches du dich unablässig schleichst,

in dem das Blaue deiner Augen Himmeln gleicht,

es lässt mir keine Ruhe, nicht bei Nacht noch Tag.

 

Malt deiner himbeerroten Lippen Schwung

und unvergleichbar deinen Duft in meine Welt,

sodass mein Geist, ganz überfordert,

sich nun mit den Gedanken quält:

 

Wie das wohl wäre dich zu küssen?

Zaghaft, stürmisch, leidenschaftlich...

Wie es wohl wär` dich zu verführen,

oder mich verführt zu wissen?

 

Wie sie wohl wäre die Berührung deiner Hände

auf jedem Millimeter meiner Haut?

Liebkosend, fremd, erregend...

Das Zittern meiner Finger spräche Bände.

 

Wie es wohl wäre dich ganz dicht zu spüren?

Herzklopfend, unbeherrscht, atemlos...

Dein Becken kraftvoll zwischen meinen Beinen,

den Wunsch nach mehr in mir zu schüren.

 

Nach einem Mehr, das süchtig macht, von dir,

nach deiner Zunge überall, nach endlos langen Küssen,

nach hemmungslosem Sex in weichen Kissen.

Verdammt! Ich will dich! Jetzt und hier!

 

Wie soll ich schlafen, wo ich dich nicht haben kann

und sich doch alles in mir nach dir sehnt?

Das ist die schlimmste aller Süchte: Sehnsucht!

Und sie entlässt mich nicht aus ihrem Bann.

 

 

© Katja Herrmann (2013)

 

 

 

Druckversion Druckversion | Sitemap
© Katja Herrmann